Typ VII „Atlantik-Frontboot“

Lesezeit:

10–14 Minuten

Die U-Boote des Typs VII sind wohl die bekanntesten U-Boote der Deutschen im 2. Weltkrieg, was vor allem daran liegt, da sie die erfolgreichsten und meistgebauten Boote waren. U47, ein Boot des Typs VII B, kommandiert von Günther Prien, konnte zum Beispiel kurz nach Kriegsbeginn unbemerkt in den Royal Navy Stützpunkt in Scapa Flow eindringen, und das Schlachtschiff «Royal Oak» zu versenken. Insgesamt wurden über 700 Einheiten dieses Typs gebaut. Der Typ VII war aufgrund seiner Bauweise bestens geeignet für den Kampf im Atlantik, weshalb er auch den Spitznamen «Atlantik-Frontboot» erhielt. Der Typ VII konnte mit seiner Reichweite grosse Teile des atlantischen Ozeans ohne Zwischenversorgung patrouillieren und dort Alliierte Geleitzüge abfangen. Auch die Bewaffnung war für längere Feindfahrten ausgelegt. Mit 5 Torpedorohren mit bis zu 14 Schuss und einem 8.8 cm Utof L/45 Sk Deckgeschütz konnten diese Boote mehrere Schiffe und vor allem auch Geleitzüge angreifen, ohne zwischenversorgt werden zu müssen. Auch mit einer maximalen Tauchtiefe von bis zu 250 m waren sie die Boote, die von allen Booten im 2. Weltkrieg am tiefsten tauchten, weit über die Werftgarantie hinaus. Trotz den eher geringen Abmessungen der Typ VII Boote, hatten sie eine grosse Angriffskraft auf Kosten der Wohnqualität der Mannschaft an Bord.

Über die Jahre, als die Bedrohung durch alliierten Flieger immer grösser wurde, da sie nun Radarsysteme in ihre Flugzeuge verbauten, entwickelten die Deutschen immer mehr verschiedene Turmbauten für die Typ VII Boote, um mehr Flakgeschütze auf Deck platzieren zu können. So wurde später das einzelne 2.0 cm C/30 Flak um ein Zweites ergänzt und mit einem weiteren neuen Turmbau noch um ein 3.7 cm M 42 schweres Flakgeschütz erweitert.

Typ VII A

Gebaute Einheiten10
U-Boot NummernU27 – U36
Besatzung42-46 Mann
Höchstgeschwindigkeit (über Wasser)17 kn
Höchstgeschwindigkeit (getaucht)8 kn
Reichweite (über Wasser)5396 sm bei 10 kn
Reichweite (getaucht)80 sm bei 4 kn
Maximale Tauchtiefe200 m
 
Torpedorohre5 Stück (4 Bug, 1 Heck)
Torpedokapazität11 Torpedos
Flakgeschütz1 x 2.0 cm L/65 C/30 Flak
Deckgeschütz1 x 8.8 cm Utof L/45 Sk
  
Länge64.5 m
Breite5.85 m
Höhe9.5 m
Tiefgang4.4 m
Verdrängung (über Wasser)626 Tonnen
Verdrängung (getaucht)745 Tonnen

Der Typ VII A war der erste Untertyp der Typ VII Boote der gebaut wurde. Er war bei den Matrosen sehr beliebt und über Wasser recht agil. Er hatte auch deutlich mehr Feuerkraft als die kleinen Boote des Typs II. Was der Typ VII A im Vergleich zu allen anderen Typ VII Untertypen am meisten unterscheidet, ist sein Hecktorpedorohr. Dieses war ausserhalb des Druckkörpers befestigt und konnte deshalb auch nur in Häfen nachgeladen werden. Im Heck hatte der Typ VII A also nur einen Schuss zur Verfügung. Auch der Turmbau war beim Typ VII A leicht anders als bei den nachfolgenden Typen. Der Wintergarten des Turmbaus war deutlich kleiner und lief nach hinten spitz zu, weshalb auf dem Turm kein Platz für ein Flakgeschütz war. Das 2.0 cm C/30 Flakgeschütz wurde deshalb hinter dem Turm auf dem Hinterdeck befestigt, was aber die Feuermöglichkeit in Fahrtrichtung stark einschränkte. Aus diesem Grund wurden bei späteren Booten die Flakgeschütze auf dem Turmbau im Wintergarten platziert, um rundum Feuerschutz zu bieten. Der Bau der Typ VII A Boote wurde aber schon bald zu Gunsten der neueren Typ VII B Boote eingestellt. 8 von 10 Booten des Typs VII A wurden während des 2. Weltkrieges im Kampf versenkt.

Typ VII B

Gebaute Einheiten24
U-Boot NummernU45 – U55 / U73 – U76 / U83 – U87 / U99 – U102
Besatzung44-48 Mann
Höchstgeschwindigkeit (über Wasser)17.9 kn
Höchstgeschwindigkeit (getaucht)8 kn
Reichweite (über Wasser)6500 sm bei 12 kn
Reichweite (getaucht)90 sm bei 4 kn
Maximale Tauchtiefe200 m
 
Torpedorohre5 Stück (4 Bug, 1 Heck)
Torpedokapazität12-14 Torpedos (2 extern)
Flakgeschütz1 – 2 x 2.0 cm L/65 C/30 Flak
Deckgeschütz1 x 8.8 cm Utof L/45 Sk
  
Länge66.5 m
Breite6.2 m
Höhe9.5 m
Tiefgang4.74 m
Verdrängung (über Wasser)753 Tonnen
Verdrängung (getaucht)857 Tonnen

Der grösste Nachteil der Typ VII A Boote waren die für ihr Einsatzziel eher kleinen Treibstoffbunker. Dies ist auch die grösste Verbesserung des Typs VII B im Vergleich zum Typ VII A. Durch die 33 t zusätzlicher Treibstoff hatten die Typ VII B Boote eine Reichweite von bis zu 6500 sm, was fast 1200 sm mehr ist als beim Vorgänger. Durch diese erhöhte Reichweite konnten die Boote länger auf Feindfahrt bleiben und ihr Potential voll ausschöpfen.

Durch ein zusätzliches Ruder am Heck wurden die Boote auch deutlich agiler als die Typ VII A Boote. Auch durch verbesserte Maschinen konnten die Boote nun schneller fahren, was vor allem beim Verfolgen eines Geleitzuges oder beim Flüchten vor feindlichen Zerstörern von Bedeutung war.

Beim Typ VII B wurde auch das Hecktorpedorohr in den Druckkörper eingebaut, was der Mannschaft erlaubte, nun auch das Hecktorpedorohr während der Fahrt nachzuladen. Es konnten nun insgesamt drei Torpedos mehr als beim Typ VII A geladen werden. Einer befand sich im Heckraum des Druckkörpers, wo sich das Hecktorpedorohr befand, und zwei der insgesamt 14 Torpedos konnten noch ausserhalb des Bootes unter Deck gelagert werden. Eins unter dem Vorderdeck und das andere unter dem Hinterdeck. Das Einladen der externen Torpedoreserven in den Druckkörper dauerte pro Torpedo jedoch bis zu einer Stunde, und stellte somit ein grosses Risiko für das Boot dar, denn während dem Einlade-Manöver war das Boot nicht fähig zu tauchen und war somit anfällig für Fliegerangriffe. Aus diesem Grund wurden in den späteren Kriegsjahren die externen Reserven meist gar nicht mehr geladen.

In den späteren Kriegsjahren wurde der Turmbau noch um einen zweiten «Mini-Turm» hinter dem Haupt Turmbau ergänzt, welcher als Plattform für ein zweites 2.0 cm C/30 Flakgeschütz diente zur besseren Flugabwehr. (Mehr dazu im Artikel zu den Turmbauten)

Der Typ VII B war das Boot von einigen der bekanntesten U-Boot Kommandanten der Kriegsmarine wie zum Beispiel Günther Prien oder Otto Kretschmer. Die Produktion des Typs VII B wurde aber schon bald zu Gunsten des Typs VII C eingestellt.

Typ VII C

Gebaute Einheiten568
U-Boot NummernU69 – U72 / U77 – U82 / U88 – U98 / U132 – U136 / U201 – U212 / U221 – U232 / U235 – U291 / U301 – U316 / U331 – U394 / U396 – U458 / U465 – U473 / U475 – U486 / U551 – U683 / U701 – U722 / U731 – U768 / U771 – U779 / U821 / U822 / U825 / U826 / U901 / U903 – U905 / U907 / U921 – U928 / U951 – U994 / U1051 – U1058 / U1101 / U1102 / U1131 / U1132 / U1161 / U1162 / U1191 – U1210
Besatzung44-52 Mann
Höchstgeschwindigkeit (über Wasser)17.6 kn
Höchstgeschwindigkeit (getaucht)7.6 kn
Reichweite (über Wasser)6500 sm bei 12 kn
Reichweite (getaucht)80 sm bei 4 kn
Maximale Tauchtiefe230 m
 
Torpedorohre5 Stück (4 Bug, 1 Heck)
Torpedokapazität12-14 Torpedos (2 extern)
Flakgeschütz1 – 2 x 2.0 cm L/65 C/30 Flak / 1 x 4 x 2.0 cm Flak-Vierling-38/43 / 1x 3.7 cm M 42 schwere Flak
Deckgeschütz1 x 8.8 cm Utof L/45 Sk
  
Länge67.1 m
Breite6.2 m
Höhe9.5 m
Tiefgang4.74 m
Verdrängung (über Wasser)761 Tonnen
Verdrängung (getaucht)865 Tonnen

Der Typ VII C ist der erfolgreichste, meist gebaute und wohl bekannteste U-Boot Typ der Seekriegsgeschichte. Der Typ VII C unterscheidet sich jedoch nicht gross von seinem Vorgänger, dem Typ VII B. Im Vergleich zum Typ VII B war der Typ VII C etwas grösser und schwerer, was ihn geringfügig langsamer machte als seinen Vorgänger.

Der grösste Unterschied liegt darin, dass dieser U-Boot Typ in Massen produziert wurde. Von keinem anderen U-Boot Typen in der Geschichte wurden so viele Einheiten produziert und in den Dienst gestellt, wie vom Typ VII C. Dies ist auch der Grund, warum dieser Typ bis heute der bekannteste ist.

Der Typ VII C erfuhr im Verlauf des Krieges aber viele Veränderungen. Einer der grössten Veränderungen war sicher der Turmbau, welcher sich stetig weiterentwickelte. Zu Beginn besass der Typ VII C einen einfachen Turmbau, der sehr dem des Typs VII B ähnelte, mit einem Flakgeschütz beim Wintergarten. Später wurde direkt hinter dem bereits bestehenden Wintergarten ein zweiter Wintergarten angebaut, auf welchem ein zweites 2.0 cm C/30 Flakgeschütz Platz fand. Noch später wurden die beiden Wintergarten-Plattformen verbreitert, bzw. verlängert, sodass auf der oberen Plattform nun zwei 2.0 cm C/30 Flaks und auf der unteren Plattform eine 3.7 cm M 42 schwere Flak Platz fanden.

Eine Sonderform des Typ VII C waren die «U-Flak» Boote, welche im Grunde umgebaute Typ VII C Boote mit einem neuen Turmbau waren. Auf diesem Turm fand neben zwei 2.0 cm C/38 Flakvierlingen auf einer dritten Plattform vor dem Turm, anstelle eines 8.8 cm Deckgeschütz, ein dritter 2.0 cm C/38 Flakvierling Platz. Die U-Flak Boote kamen vor allem in der Bucht von Biskaya zum Einsatz, durch welche fast alle Atlantik-Boote fahren mussten, um in ihr Einsatzgebiet zu gelangen. Die Biskaya wurde deshalb stark von alliierten Flugzeugen patrouilliert und war eine der gefährlichsten Stellen für ein U-Boot auf seiner Feindfahrt. Die U-Flak Boote sollten hier aus- und einlaufende U-Boote eskortieren und mit ihren Geschützen vor Fliegern schützen. Da die U-Flak Boote nur wenig Erfolg erzielen konnten, wurden schon bald wieder alle vier umgerüsteten Boote wieder zurückgerüstet und als Frontboote eingesetzt.

Später im Krieg wurden bei den Typ VII C Booten auch das 8.8 cm Deckgeschütz entfernt. Der Grund war, dass diese im späteren Kriegsverlauf nur noch selten eingesetzt wurden, da ein Überwasserangriff einfach zu riskant wurde (mehr dazu im Artikel zu den Deckgeschützen). Der eingesparte Platz auf dem Vorderdeck wurde dazu genutzt, um bei manchen Booten einen Schnorchel zu installieren. Mit dem Schnorchel wurden die Tauchboote des Typs VII C zum ersten Mal zu richtigen Unterseebooten, da sie nun Unterwasser die Dieselmaschinen zum Aufladen der E-Maschinen und fortbewegen betreiben konnten. Somit waren U-Boote zum ersten Mal länger Unterwasser im Einsatz als Überwasser. Der Schnorchel stellte aber auch eine Gefahr dar, da er von feindlichen Flugzeugen mit dem Radar wahrgenommen werden konnte und die Flugzeuge ohne Warnung die U-Boote angreifen konnten.

Das wohl bekannteste U-Boot vom Typ VII C ist die U96 unter dem Kommando von Heinrich Lehmann-Willenbrock. Die 7. Feindfahrt der U96 diente als Vorbild für den weltweiten Bestseller «Das Boot» vom Autor und ehemaligen Marinekriegsberichterstatter Lothar-Günther Buchheim. Die U96 sollte auf Befehl des BdU nach La Spezia im Mittelmeer verlegt werden, was einen Gibraltar-Durchbruch voraussetzte. Der Durchbruch scheiterte und die U96 lief in einer Tiefe von über 250m auf Grund. Die Besatzung der U96 schaffte es jedoch, das Boot wieder tauch- und fahrtklar zu machen und konnte fliehen.

Typ VII C/41

Die U995, das letzte erhaltene U-Boot des Typs VII. Heute ausgestellt in Laboe, nördlich von Kiel.
Gebaute Einheiten91
U-Boot NummernU292 – U300 / U317 – U328 / U929 / U930 / U995 / U997 / U998 – U1010 / U1013 – U1025 / U1063 – U1065 / U1103 – U1110 / U1163 – U1172 / U1271 – U1279 / U1301 – U1308
Besatzung44-52 Mann
Höchstgeschwindigkeit (über Wasser)17.6 kn
Höchstgeschwindigkeit (getaucht)7.6 kn
Reichweite (über Wasser)6500 sm bei 12 kn
Reichweite (getaucht)80 sm bei 4 kn
Maximale Tauchtiefe250 m
 
Torpedorohre5 Stück (4 Bug, 1 Heck)
Torpedokapazität12-14 Torpedos (2 extern)
Flakgeschütz1 – 2 x 2.0 cm L/65 C/30 Flak / 1 x 3.7 cm M 42 schwere Flak
Deckgeschütz
 
Länge67.1 m
Breite6.2 m
Höhe9.5 m
Tiefgang4.74 m
Verdrängung (über Wasser)759 Tonnen
Verdrängung (getaucht)860 Tonnen

Der im Jahr 1943 zum ersten Mal ausgelieferte Typ VII C/41 war eine Weiterentwicklung des Typs VII C. Die grösste Veränderung lag darin, dass die zweite Hülle sowie der Druckkörper im Vergleich zum Vorgänger verstärkt wurden. Dies diente vor allem zum besseren Schutz vor Kleinkaliber-Kanonen und Wasserbomben sowie zu tieferen Maximaltauchtiefen. Da das Material, aus dem der Typ VII C/41 hergestellt wurde, aber tatsächlich leichter war, als das des Typs VII C und auch die Bugform leicht angepasst wurde, konnte der Typ VII C/41 trotzdem leicht höhere Geschwindigkeiten vorweisen. Um das Gewicht noch mehr zu verringern, wurden auch die Maschinen modifiziert und leichter gebaut. Der Typ VII C/41 war der zweit-meist gebaute U-Boot Typ im zweiten Weltkrieg. Ein nennenswertes U-Boot von diesem Typ ist die U995, welches das einzige noch erhaltene Typ VII U-Boot bis heute ist und nun in Laboe, nördlich von Kiel, als Museum dient.

Typ VII D

Gebaute Einheiten6
U-Boot NummernU213 – U218
Besatzung44 Mann
Höchstgeschwindigkeit (über Wasser)16.7 kn
Höchstgeschwindigkeit (getaucht)7.3 kn
Reichweite (über Wasser)11200 sm bei 10 kn
Reichweite (getaucht)69 sm bei 4 kn
Maximale Tauchtiefe230 m
 
Torpedorohre5 Stück (4 Bug, 1 Heck)
Torpedokapazität12 Torpedos
Minenschächte5 Stück
Minenkapazität15 Minen
Flakgeschütz1 – 2 x 2.0 cm L/65 C/30 Flak / 1 x 3.7 cm M 42 schwere Flak
Deckgeschütz1 x 8.8 cm Utof L/45 Sk
  
Länge76.9 m
Breite6.38 m
Höhe9.7 m
Tiefgang5.01 m
Verdrängung (über Wasser)965 Tonnen
Verdrängung (getaucht)1080 Tonnen

Der Typ VII D ist ein spezialisierter Untertyp des Typs VII, welcher als Minenleger konzipiert wurde. Das Mittelstück des Bootes wurde im Vergleich zu den vorherigen Typ VII Booten um etwa 10 m verlängert, um Platz für fünf Minenschächte zu schaffen. Da jedoch alle U-Boot Typen in der Lage waren, speziell angefertigte Minen durch die Torpedorohre auszustossen, war der Bedarf für ein speziell für Minen ausgelegtes Boot nicht gross. Es wurden von diesem Typ insgesamt nur sechs Stück in den Dienst gestellt. Von den sechs Booten des Typs VII D überlebte nur eines, die U218, den Krieg.

Typ VII F

Gebaute Einheiten4
U-Boot NummernU1059 – U1062
Besatzung46 – 52 Mann
Höchstgeschwindigkeit (über Wasser)17.9 kn
Höchstgeschwindigkeit (getaucht)7.9 kn
Reichweite (über Wasser)14700 sm bei 10 kn
Reichweite (getaucht)75 sm bei 4 kn
Maximale Tauchtiefe230 m
 
Torpedorohre5 Stück (4 Bug, 1 Heck)
Torpedokapazität14 Torpedos (25 als Ladung)
Flakgeschütz1 – 2 x 2.0 cm L/65 C/30 Flak / 3.7 cm M 42 schwere Flak
Deckgeschütz
 
Länge73.63 m
Breite7.3 m
Höhe9.6 m
Tiefgang4.91 m
Verdrängung (über Wasser)1084 Tonnen
Verdrängung (getaucht)1181 Tonnen

Die U-Boote des Typs VII F wurden als Torpedotransporter konzipiert. Der Typ VII F war eine Weiterentwicklung des Typs VII D, bei denen die Sektion der Minenschächte für Stauraum für weitere Torpedos genutzt wurde. Es stellte sich aber schon bald im Krieg heraus, dass die Boote nicht gut dafür geeignet waren, andere Boote auf hoher See mit Torpedos zu versorgen, da die Übergabe von Torpedos an ein anderes Schiff sehr langsam und schwierig war. Während der Übergabe der Torpedos waren die beiden Boote auch hilflos den Fliegerangriffen des Feindes ausgeliefert, da sie nicht tauchen konnten. Aus diesem Grund wurden die Boote des Typs VII F mehrheitlich zum Transport von Torpedos zwischen Basen und vor allem zu der Basis der Monsun-Boote im malaysischen Penang genutzt (mehr zu den Monsun-Booten im Artikel zum Typ IX). Von den vier gebauten Einheiten überlebte nur eines den Krieg, die U1061, welche sich im Mai 1945 in Bergen, Norwegen den Alliierten ergab.

Artikelspezifische Quellen:

U-boat types – German U-boats of WWII – Kriegsmarine – Uboat.net. (o. D.). https://uboat.net/types/

Typ VII – Deutsches U-Boot-Museum. (2023, 28. März). Deutsches U-Boot-Museum. https://dubm.de/typ-vii/

Deutsche U-Boote 1935 – 1945.  1999 – 2020 by Markus Hofmann. http://www.u-boote-online.de/typen/typ_vii_allg.html