Typ I „Versuchsboote“

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2–3 Minuten
Gebaute Einheiten2
U-Boot NummernU-25 / U-26
Besatzung43 Mann (davon 4 Offiziere)
Höchstgeschwindigkeit (über Wasser)18.6 kn
Höchstgeschwindigkeit (getaucht)8.3 kn
Reichweite (über Wasser)7900 sm bei 10 kn
Reichweite (getaucht)78 sm bei 4 kn
Maximale Tauchtiefe200 m
 
Torpedorohre6 Stück (4 Bug, 2 Heck)
Torpedokapazität14 Torpedos
Flakgeschütz1 x 2.0 cm L/65 C/30 Flak
Deckgeschütz1 x 10.5 cm Utof L/45 Sk
  
Länge72.39 m
Breite6.21 m
Höhe9.20 m
Tiefgang4.30 m
Verdrängung (über Wasser)862 Tonnen
Verdrängung (getaucht)983 Tonnen

Die U-Boote des Typs I waren einer der ersten Boote, welche nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten in Deutschland gebaut und eingesetzt wurden. Der Typ I ist eine Weiterentwicklung des für die türkische Marine durch deutsche Ingenieure entwickelten U-Bootes «Gür». In den Jahren 1935 und 1936 wurden insgesamt zwei Einheiten dieses U-Boot Typen durch die Deschimag AG Weser in Bremen gebaut. Dies waren die U25 und die U26. Der Typ I war ein Einhüllenboot, welcher mehr oder weniger nur ein Versuchsboot war. Die Boote des Typs I waren aber auch die ersten U-Boote der Kriegsmarine, die hochseetauglich waren, und waren im Vergleich zum Typ II mit 6 Torpedorohren, einem 2.0 cm Flakgeschütz und einem 10.5 cm Deckgeschütz auch stark bewaffnet. Sie konnten mit einer Reichweite von 7900 Seemeilen auch weit in den atlantischen Ozean vordringen und für längere Feindfahrten eingesetzt werden.

Der Typ I war jedoch schlussendlich nicht dafür vorgesehen, im Kampf eingesetzt zu werden, da sie grosse Probleme mit der Tiefensteuerung hatten und allgemein eher schwer manövrierbar waren. Aufgrund dieser Einschränkungen wurden sie vor Kriegsausbruch lediglich zur Schulung in der 2. U-Flottille «Salzwedel» eingesetzt. Die meisten U-Bootfahrer wurden in der Vorkriegszeit auf einem der beiden Typ I Booten frontreif geschult. Die Kriegsmarine ging davon aus, dass Matrosen und Offiziere, welche auf dem schwer manövrierbaren Typ I ausgebildet wurden, später keine Probleme auf den besser manövrierbaren und moderneren Typen II, VII und IX haben sollten.

Obwohl die Boote des Typs I nicht dafür vorgesehen waren an der Front zu kämpfen, wurden sie aufgrund des U-Boot Mangels nach Kriegsbeginn trotzdem in den Kampf im Atlantik geschickt. Insgesamt wurden über 100’000 BRT feindlicher Schiffsraum durch die beiden Boote U25 und U26 vernichtet. Von den beiden Booten hat aber keines den Krieg überstanden. Die U25 nahm noch an der «Unternehmung Weserübung» teil, bis sie anfangs August 1940 auf eine Miene lief. Die U26 wurde am 1. Juli 1940 durch britische Wasserbomben versenkt. Bei dem Angriff überlebten 48 Besatzungsmitglieder. Insgesamt absolvierten die beiden Boote zwölf Feindfahrten.

Artikelspezifische Quellen:

Hofrichter, S. (n.d.). Deutsche U-Boote im zweiten Weltkrieg | Deutsche U-Boot-Typen im 2. Weltkrieg | Typ I. (C) 2003 – 2010 by Stefan Hofrichter. http://www2.unterseeboote.com/uboote/u-boot-typ1.php

Type IA – U-boat Types – German U-boats of WWII – Kriegsmarine – Uboat.net. (n.d.). https://uboat.net/types/ia.htm